Donnerstag, 14. Februar 2013

Happy Valentines Day!

Schon seit fast 8 Monaten hier, habe ich mich jetzt schon in dem Maße assimiliert, dass ich sogar allen heute einen wunderbaren Valentinstag wuensche, waehrenddessen ich von ueber sich herfallenden Freshmen Magenkraempfe bekomme ;)

Samstag, 26. Januar 2013

Ran an den Speck

Talalalalala.... Dann mal ran an den Speck, ich armselige Kreatur habe heute Abend nichts vor und werde euch hoffentlich einen kleinen überaus tiefgründigen Post hinterlassen. Denn dies ist jubilär, denn... dennnnn.... dennnnn 6 MONATE werden gefeiert. Isn't that insane? Um Gottes Willen, kaum zu glauben, dass ich wirklich schon so lange hier bin und viel schlimmer ist, dass das bedeutet, dass nur noch gut 6 Monate zurückbleiben. No offense, aber ich vermisse wirklich wenig, obwohl sich durch die Distanz die Qualitäten unser aller geliebten Heimat immer mehr herausspiegeln. Alsoooooo es gibt ja so unglaublich viel zu erzählen, denn nicht nur hat das neue Semester angefangen, sondern auch Weihnachten und Silvester liegen schon wieder hinter uns und auch nicht zu vergessen, Katie ist nach Berlin gezogen. Aber dazu mehr später. Zugegebener Maßen weiß ich gar nicht so recht, worüber ich hier schreiben soll. Alles läuft überaus gut - zumindest zur meisten Zeit - man erfreut sich momentan guter Gesundheit und naja mein Deutsch und vor allem das Französisch gehen mehr und mehr den Bach hinunter- da helfen auch nicht die täglichen Gespräche mit unserem neuen Austauschschüler aus Österreich. So what did happen...




 Sind Sierras Mr. Spock und Harry Potter Schneemänner nicht der Wahnsinn???   


              


 Ich könnte großartig über das amerikanische Vor-Weihnachtstheater reden, aber das ist einfach so verrückt, dass es kaum zu beschreiben ist. Ich habe jedenfalls den Advent, der ohne Adventskalender nicht wirklich "wirklich" war, mit Backen von Keksen (=> siehe oben), Kaffee-trinken mit Freunden und nicht zu vergessen mit Karten-schreiben verbracht(für die nicht endenden Massen von euch).

Unsere erfolgreiche Weihnachtsbaum-Jagd


OTTO!!!!
Weihnachten sind wir zu der Familie meines
Gastpapas nach North Dakota gefahren und ich habe die Tage in dem 200-Seelen Dorf doch wirklich sehr genossen. Die meiste Zeit haben wir mit Otto - meinem kleinen Gast-Cousin - verbracht und naja mit diesem und jenem. Die Auswahl an Möglichkeiten ist bei -22° Celsius Außentemperatur ein wenig eingeschränkt. Deshalb wurde viel geredet, viel gekocht und natürlich viel gegessen. Ich habe mir auch endlich wieder ein wenig Zeit zum Lesen nehmen dürfen.  Meine Gastoma an sich war neben Otto aber schon Unterhaltung für sich. Denn diese 59-jährige Frau hat einfach den amüsantesten Humor und ist dermaßen ausgeflippt, dass meine Bauchmuskeln am Ende vor Lachen weh taten.
Ein anderes Erlebnis war auch meine erste Lefsa-Zubereitungssession. Lefsa ist ein Dänisches Back-Dingens, dass eigentlich wirklich nicht so unglaublich delicious ist, aber dessen Zubereitung einiges Können abverlangt. Wir haben jedenfalls mehrere Stunden damit verbracht, genügend Lefsa für das große Familienfest am 25. zuzubereiten.


              


Anders als die amerikanische Tradition tauschen die Ellis's die gegenseitigen Weihnachtsgeschenke Heiligabend aus und am Morgen des 25. werden dann noch die Stockings von Santa gefüllt.
Am morgen des 24. hatte ich dann durch ein geliehenes iPad im verschneiten ND doch noch geschafft, meine "biologische" Familie anzurufen (wie ich in letzter Zeit immer zu sagen pflege). Da es allen gut ging und auch alle Spaß zu haben schienen, gab es für mich keinen Anlass für Heimweh. Und um das auch völlig sicher zu stellen, hat meine Gastfamilie den ganzen Tag alles nur Mögliche getan, damit ich mich so wohl fühle, wie es nur ging. Die Masse an Geschenken war schon seit Tagen um den Weihnachtsbaum verteilt und nach dem Essen konnte es Jackson kaum noch erwarten, sich auf diese zu stürzen. Ich war völlig überrascht, wie viel meine Gastfamilie an Geschenken für mich zu Weihnachten hatte, die zur gleichen Zeit auch wirklich "auf mich zupassten". Aber auch meine Gastfamilie war überrascht von meinen Geschenken, die zeigten, wie gut wir uns schon langsam kennen :D Naja das Geschenke-auspacken schien jedenfalls kein Ende zu nehmen und war alles in allem anstrengender als erfreulich :) Nach der Bescherung haben wir dann noch traditionsmäßig Christmas Vacation geschaut und sind dann alle erschöpft ins Bett gefallen.

Um 7 Uhr am nächsten Morgen hat mich Jackson dann aus meinen Träumen geschreckt und Santas Geschenke waren "angekommen". Naja das war dann auch noch mal eine wirkliche Überraschung und auch sehr lustig uns alle - natürlich außer Jackson - halbtot auf den Sofas rumhängen zu sehen. Dann musste meine Gastmama auch schon wieder nach Hause fahren, da sie am nächsten Tag wieder im Krankenhaus arbeiten musste.









Das Ausmaß der folgenden Familienzusammenführung am 25. war auch schon mal eine Erfahrung. Dass man dermaßen viele Verwandte haben kann, war mir gar nicht bewusst. Auf alle Fälle war das Essen viel zu gut und viel zu viel, weswegen man danach an sich nur gelähmt an einem Stuhl gefesselt herum saß. Die Konversationen waren sehr interessant, was man inmitten von "Kleinstädtern" nicht unbedingt erwartet hatte.Wen ich wirklich sehr ins Herz geschlossen habe, war mein Gast-Ur-Oma, und das nicht nur, weil sie mich sehr an meine eigene Oma erinnert, aber einfach nur, weil sie so unglaublich herzlich und knuffig ist.
Die weiteren Tage sind dann auch wie im Flug vergangen und ich hätte mich wirklich an das fertige und sehr gute Frühstück jeden Morgen gewöhnen können.


Anfang Dezember hatte Katie dann auch bescheid bekommen, dass ihre Organisation eine Familie für sie in Berlin gefunden hatte. Und da sie genau wie Kelin vorzeitig zum Semester graduiert ist, konnte sie dann vor gut zwei Wochen endlich in ihr Au-Pair Jahr starten. Ich freue mich natürlich unglaublich, dass sie diesen Schritt gewagt hat, der für ein South-Dakota Girl ein wenig größer ist, als der meinige war. Doch es ist unglaublich, wie sehr ich sie vermisse. Nicht nur, dass ich kein Taxi mehr habe, aber da auch Kelin fertig mit der Schule ist, fühlt man sich neben der täglichen Gesichter doch ein wenig allein in der Schule :(
Das könnte wahrscheinlich auch daran liegen, dass wir alle Zeit vor Katies Abreise damit verbracht haben, die verbliebenen Tage so gut wie irgendwie möglich auszunutzen.
Und zurück aus North Dakota habe ich ihr dann ununterbrochen bei Reisevorbereitungen geholfen oder wir haben unsere Zeit mit Freunden verbracht, wovon viele vom College zurück waren. Ob Kino oder Schlittschuh-fahren, Papierflieger-basteln oder nur ein sinniger Spieleabend, mit diesen Leuten macht irgenwie alles Spaß. Mittlerweile wurde mir auch Poker angeeignet und ich habe die Amis schon ein paar mal ganz schön abgezogen ;)
Silvester war ich mit Sierra und Jackson bei einem Eis-Hockey-Spiel und später ist Sierra und Jackson zu ihren und ich zu meinen Freunden gegangen. Und wir Deppen haben dann - natürlich völlig alkoholfrei! - glatt Mitternacht wegen fehlender Uhren im Whirlpool verpasst. Das mit dem Trinken ist halt schon ein wenig anders hier, denn wer nicht 21 ist, der hat einfach Pech gehabt.




Jetzt ist sie erst mal weg und naja das Foto hier unten ist von unserem Abschiedsessen mit uns...



Naja nun scheint alles deswegen viel weniger "aufregend" hier im abnormal spannenden South Dakota. Erstes result daraus ist schon zum Vorschein gekommen: Ich habe nämlich angefangen die Serie "GIRLS" zu schauen, die übrigens gerade mit einem Golden Globe prämiert wurde und einfach ungesund lustig ist. Sonst verbringe ich meine Zeit aber trotzdem noch vor allem mit meinen Freunden, mit denen ich natürlich extrem aufregende Dinge erlebe, wie... ohhhh..... Schlitten-Fahren. Awesome :) Naja nicht nur, aber die Tätigkeiten begrenzen sich natürlich leider ein wenig.
Hausaufgaben gibt es natürlich auch noch, aber da meine Psychology und World History classes nur Semesterklassen waren reduzieren sich diese nun doch auf ein weit entspannteres Niveau. Als Ersatz habe ich im zweiten Semester jetzt Stagecraft (Bühenbild), wobei ich lerne wie man Kreissägen und all den Rest benutzt, Entrepreneurship (Unternehmenswissenschaften) und naja noch eine Gewichthebeklasse gewählt. Folglich besteht meine momentane mentale Anstrengung eher aus der Erkenntis, dass ich wirklich ein Loser bin, wenn es meine biceps betrifft ;D


Nächste Woche startet mein Leadership-programme, für das ich angenommen wurde und naja dann mache ich noch voraussichtlich meinen Führerschein nächsten Monat.

Das wäre erst mal alles und ich hoffe einfach nur, dass die zweite Hälfte meines Jahres nicht allzu kurz wird und dass ich noch viele weitere interessante Leute kennen lerne.

In Vermissung, Jule

Als letztes habe ich noch ein Zitat aus der Serie, die oben schon genannt wurde. Dieses Zitat zeigt einfach so unglaublich genau, was ich hier leider viel zu oft erlebe.

"People are so prejudiced against bi-sexuals though. It's the only group you can still make fun of, bi-sexuals and Germans." - GIRLS

Freitag, 11. Januar 2013

Don't mess with Texas!

Sonnige Urlaubsgrüße alle zusammen! Man war im Urlaub. Jaja ich war im Urlaub. Das ist auch schon ne ganze Weile her, aber ich habe auch keine Ahnung, warum ich in letzter Zeit so unglaublich wenig Elan finde, mich an dieses viereckige Gerät zu setzten und meine Zeit damit zu verschwenden, irgendwas niederzuschreiben, dass letzten Endes doch anscheinend niemanden wirklich zu interessieren braucht :D Egal..... Urlaub, Urlaub, Urlaub. Ein wunder-, wunderbarer Urlaub aber dann musste man aus der Großstadt wieder nach South Dakota! Das war dann der deprimierende Part dabei, welcher aber den anderen positiven Erlebnissen nicht wirklich etwas anhaben konnte :D Dazu gekommen ist es, da wir Thanksgiving - als den wichtigsten Familien-Feiertag der Amerikaner- in Houston, Texas, verbracht haben :D Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie dermaßen gut mir diese Reise getan hat. Der Alltag hier verroutiniert sich ja schon langsam und da ist alle Abwechslung überaus willkommen. Dass mir Houston allerdings so gut gefallen würde, hätte ich allerdings nicht erwartet. Wie gesagt heute ein wenig Thanksgiving und Weihnachten folgt dann in geraumer Zeit :) Hier also eine kleine Reisebeschreibung für die, die es interessiert:


Nach einem anstrengenden Autofahrt nach Sioux Falls, sind wir morgens 4 Uhr in einem winzigen Flugzeug erst nach Dallas geflogen. Eine wunderbare Eigenschaft der Amerikaner ist es ja, sich mit jeglicher Person zu unterhalten, die man beim Reisen trifft. Mein erster Flugnachbar war jedenfalls ein sehr lustiger junger Mann, der fast vor Flugangst gestorben wäre, weshalb er mich dann auch sehr attraktiv auf seiner Schulter hat schnarchen lassen.... Nach einem Zwischenstopp sind wir dann weiter nach Houston geflogen, wo die Schwester meier Gastmutter uns schon erwartet hatte :)
Die Tage in Houston waren vor allem von Sonnenschein, schönem Wetter und Essen geprägt. Der Mann meiner Gasttante wurde in Deutschland geboren, ist aber in Südamerika aufgewachsen und lebt seitdem in den USA. Trotzdem hat er sich alle Mühe gegeben, mir ein wenig Deutschland nach Texas zu zaubern. Deswegen durfte ich nicht nur deutsches Schwarzbrot genießen, aber auch mal ein wenig krüppeliges Deutsch reden :D
Höhepunkte der Woche waren mein erstes NFL(National Football League)-Game in der Houstoner Arena, unser Beach-Day am Golf von Mexico und nicht zu vergessen, ich habe zum ersten Mal im Schlafanzug gefrühstückt - gangstermäßig, nicht wahr! Football verstehe ich trotz vieler Fortschritte nach wie vor nicht wirklich, aber es war auf jeden Fall ein Erlebnis. Die weiteren Tage wurden vordergründig dem Shoppen gewidmet und ich hätte nie erwartet, dass ich mich so über einen H&M freuen würde, aber jetzt habe ich endlich wieder Hosen, um die beim Hiking, beim Schlittschuhlaufen und Volleyballspielen kaputt gegangenen Paare zu ersetzten. Der Tag am Meer war einfach très magnifique und ich sehne mich immer mehr nach den rauschenden Wellen und dem Sand unter meinen Füßen. Die direkten Feiertage haben wir in der Familie verbracht und neben dem unglaublich köstlichen, aber auch kalorienreichen Festmahl inklusive Turkey, haben wir auch noch das Houstoner Feuerwerk bestaunen dürfen. Am nächsten Tag, nach einem Pancake und Bakon beladenen Frühstücksteller haben Sierra und ich dann einen kleinen Kulturtag eingebaut. Aufgrund der kulturellen Ebbe hier in South Dakota habe ich vor allem die Museumsbesuche genossen, die Sierra für uns ausgesucht hatte. Dass die Museen wirklich interessant waren, muss niemanden zu interessieren brauchen. Diese kulturelle Abenteuer war dann gefolgt von einer vor-Weihnachtlichen Bescherung, da wir uns an Weihnachten direkt nicht sehen konnten. Ich hatte jedenfalls vergessen, wie sehr kleine Kinderaugen über Geschenken leuchten können.
Um 5:30 am nächsten Morgen haben wir uns nach einer Woche Wärme und Sonnenschein wieder auf den Weg ins verschneite South Dakota gemacht und die Gedanken an Schule und Hausaufgaben hatten mich eher eingeholt, als der Schneesturm, der hier alles in zuckerbedecktes Lala-Land verwandelt. Ich jedenfalls genieße die abendlichen Spaziergänge mit Pre, durch die verschneiten Straßen, die von der Weihnachtsdekoration nur so um die Wette funkeln...


In Vermissung, Jule und hier ein paar Fotos für meine liebsten Zurückgelassenen...

=> Football Game 











=> Essen, Essen und noch mehr Essen!







=> The Gulf of Mexico











=> THANKSGIVING/ PRE-CHRISTMAS

















Samstag, 29. Dezember 2012

MERRY CHRISTMAS!


Samstag, 10. November 2012

I think everybody should like everybody

Mal wieder "Guten Tag" an all die lieben Zurückgebliebenen :D Na wie schlagt ihr euch im Prüfungsstress nach den Ferien? Während ich mir mal wieder die Zeit genommen habe diese Anreihung von Wörtern für euch nierderzuschreiben, ist mir lustiger Weise immer öfter passiert, dass ich nach deutschen Worten und Satzbildungsregeln suchen musste. Alles in allem fange ich wirklich langsam an, diese Sprache und Kultur in mich aufzusaugen, auch wenn ich dann doch immer noch nicht so weit bin, als das ich mich hier völlig zu hause fühle... Dieses mal, das ganze ein wenig kürzer, aber das ist ja auch mal ganz nett.




Ich kann jedenfalls endlich befriedigt sterben. Warum? Ich, Juliane Fett, habe South Dakotas (einzige) wichtige Attraktion gesehen - den Mount Rushmore!!! Zugegebenermaßen war ich wirklich beeindruckt. Zu meinem Touristen-Erlebnis ist es gekommen, da Frau Kuegle mich und Katie zu einem Fieldtrip der deutschen Austauschschüler-Gruppe und des German-Clubs eingeladen hatte. Abgesehen davon, dass die deutschen wirklich sehr, sehr schweigsam waren, hatten Katie, ihr Cousin Liam und ich wirklich viel Spaß...
Der erste Programm-Punkt des Ausfluges war ein pseudo Retro-Old-Fashioned-Foto-Shoot, während-dessen sich alle Teilnehmer in schlimmster Kälte ihre Hinterteile abgefroren haben.


Aber nun zum Mount Rushmore: Da der Mount Rushmore einfach zum Leben eines "South Dakotarier" 
dazu gehört, konnten mir Katie und Liam wirklich viel darüber erzählen. Betrachtet mcih jetzt als mögliche Touristen-Führerin, wenn ihr die Intention hegt, mich mal eben besuchen zu kommen. Dieses riesige Monstrum aus Stein war nämlich erst viel größer angedacht und sollte anstatt nur der Köpfe ganze freigelegte Körper zeigen. Es ist jedenfalls das Sinnbild amerikanischer Errungenschaften symbolisch durch die vier Präsidenten Washington, Jefferson, Lincoln und Roosevelt repräsentiert.


Weiter ging es danach zu Crazy Horse, die weniger bekannte Sehenswürdigkeit in SD - dem Staat, der sich selbst "The Mount Rushmore State" genannt hat. Crazy Horse ist sozusagen das Pendant zu Mount Rushmore und soll in der Zukunft ein Ebenbild des Native American-Anführers "Crazy Horse" werden. Dieser repräsentiert hierbei die Prinzipien der Indianischen Kultur und gilt als der berühmteste und 
durchhaltungsfähigste Native American im Kampf gegen die West-Siedler, die im 19. Jh. das Land der indianischen Stämme in einem sehr lang andauernden Konflikt erobert haben - mit Verlusten auf beiden Seiten. Das Interessante bei diesem Projekt ist, dass es im Vergleich zum Mount Rushmore völlig auf privater Finanzierung basiert und dass es rößentechnisch um Einiges größer ist als MR. Im Bild ist die umrundete Fläche ungefähr die Größe des Mount Rushmore. Auch ein Unterschied ist, dass dieses riesen Projekt, das jahrelang nur von einem einzigen Mann versucht wurde, zu realisieren, jetzt nur von Mitgliedern seiner Familie weitergeführt wird, was das langsamere Erreichen von Zielen erklärt. Fragt mich nicht, wann sie letztendlich dieses Werk vollenden werden, aber allein der Versuch ist schon unglaublich.

Egal wann das hier erscheinen wird, aber in wenigen Stunden wird der amerikanische Präsident bekannt gegeben und ich muss schon zugeben, dass die letzten Wochen schon sehr, sehr fühlbar vom amerikanischen Wahlkampf geprägt waren. Abgesehen davon, dass ich nach wie vor von den Massen an Geld, die nur für die Promotion ausgegeben werden und ca. 6 Milliarden $ betragen, geschockt bin, habe ich das ganze eher negativ mitbekommen müssen. Vor allem weil man in der Schule so unglaublich intensiv gezwungen wird, Stellung zu nehmen. Immer und immer wieder werden die
gegenseitigen Standpunkte erläutert, was natürlich der Weiterbildung hilft, aber währenddessen die Schüler sich gegenseitig herabstufen, abhängig vom präferierten Kandidaten - im stockkonservativen, folglich republikanisch geprägten South Dakota ist das dann also Mitt Romney (übrigens schon 65) gewesen. Obama-Befürworter, sprich Liberalere, trauen sich manchmal gar nicht offen ihre "Gesinnung" zu zeigen. Alles in allem war es aber schon eine Erfahrung  und ich durfte nicht nur selbst in der Schule wählen - natürlich nicht offiziell geltend, aber die Erfahrung zählt doch! - sondern man lernt gleichzeitig auch sehr viel über die amerikanische Mentalität. Ausführlich diskutiert wurde hierbei natürlich auch "Obamacare" und was ich so mitbekommen habe, nachdem ich nach unserem Gesundheitssystem gefragt wurde, ist, dass in den USA, stattliche Hilfe zu bekommen, sozusagen sozialer Kastration gleicht. Auch dieses ur-patriotische Gefühl, mit dem die Leute hier das ganze Szenario betrachten und das immer noch von den Errungenschaften zehrt, die über 200 Jahre zurückliegen, ist wirklich erstaunlich. Prinzipien der Unabhängigkeit, vor allem vom Staat, natürlich der Nationalstolz und das Militär sind riesige Faktoren, auf die der amerikanische Wähler Wert legt.


Wirklich spannend zu verfolgen für mich, waren aber die "Presidential Debates". Dabei hat sich der Zuschauer dann ein besseres Bild machen können. Ich war vor allem während der zweiten Debatte ein wenig von Romney's spürbaren Sexismus überrascht, was dann aber auch erklärt, warum die Mehrheit der amerikanischen Frauen, Obama gewählt haben. Das ist jetzt aber erst mal abgeschlossen und ich muss zugeben, dass mich das sehr erfreut, denn nun kann das in "rot und blau geteilte" Amerika, nach 2 Jahren wieder ein gemeinsames werden - was wirklich nötig ist!
(Wer Bad Lipreading kennt, weiß was das Video hier oben ist, jedenfalls sehr lustig, auch wenn es nicht immer Sinn zu machen scheint :D)