Sind Sierras Mr. Spock und Harry Potter Schneemänner nicht der Wahnsinn???

| Unsere erfolgreiche Weihnachtsbaum-Jagd |
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| OTTO!!!! |
Gastpapas nach North Dakota gefahren und ich habe die Tage in dem 200-Seelen Dorf doch wirklich sehr genossen. Die meiste Zeit haben wir mit Otto - meinem kleinen Gast-Cousin - verbracht und naja mit diesem und jenem. Die Auswahl an Möglichkeiten ist bei -22° Celsius Außentemperatur ein wenig eingeschränkt. Deshalb wurde viel geredet, viel gekocht und natürlich viel gegessen. Ich habe mir auch endlich wieder ein wenig Zeit zum Lesen nehmen dürfen. Meine Gastoma an sich war neben Otto aber schon Unterhaltung für sich. Denn diese 59-jährige Frau hat einfach den amüsantesten Humor und ist dermaßen ausgeflippt, dass meine Bauchmuskeln am Ende vor Lachen weh taten.
Ein anderes Erlebnis war auch meine erste Lefsa-Zubereitungssession. Lefsa ist ein Dänisches Back-Dingens, dass eigentlich wirklich nicht so unglaublich delicious ist, aber dessen Zubereitung einiges Können abverlangt. Wir haben jedenfalls mehrere Stunden damit verbracht, genügend Lefsa für das große Familienfest am 25. zuzubereiten.
Anders als die amerikanische Tradition tauschen die Ellis's die gegenseitigen Weihnachtsgeschenke Heiligabend aus und am Morgen des 25. werden dann noch die Stockings von Santa gefüllt.
Am morgen des 24. hatte ich dann durch ein geliehenes iPad im verschneiten ND doch noch geschafft, meine "biologische" Familie anzurufen (wie ich in letzter Zeit immer zu sagen pflege). Da es allen gut ging und auch alle Spaß zu haben schienen, gab es für mich keinen Anlass für Heimweh. Und um das auch völlig sicher zu stellen, hat meine Gastfamilie den ganzen Tag alles nur Mögliche getan, damit ich mich so wohl fühle, wie es nur ging. Die Masse an Geschenken war schon seit Tagen um den Weihnachtsbaum verteilt und nach dem Essen konnte es Jackson kaum noch erwarten, sich auf diese zu stürzen. Ich war völlig überrascht, wie viel meine Gastfamilie an Geschenken für mich zu Weihnachten hatte, die zur gleichen Zeit auch wirklich "auf mich zupassten". Aber auch meine Gastfamilie war überrascht von meinen Geschenken, die zeigten, wie gut wir uns schon langsam kennen :D Naja das Geschenke-auspacken schien jedenfalls kein Ende zu nehmen und war alles in allem anstrengender als erfreulich :) Nach der Bescherung haben wir dann noch traditionsmäßig Christmas Vacation geschaut und sind dann alle erschöpft ins Bett gefallen.
Um 7 Uhr am nächsten Morgen hat mich Jackson dann aus meinen Träumen geschreckt und Santas Geschenke waren "angekommen". Naja das war dann auch noch mal eine wirkliche Überraschung und auch sehr lustig uns alle - natürlich außer Jackson - halbtot auf den Sofas rumhängen zu sehen. Dann musste meine Gastmama auch schon wieder nach Hause fahren, da sie am nächsten Tag wieder im Krankenhaus arbeiten musste.
Die weiteren Tage sind dann auch wie im Flug vergangen und ich hätte mich wirklich an das fertige und sehr gute Frühstück jeden Morgen gewöhnen können.
Das könnte wahrscheinlich auch daran liegen, dass wir alle Zeit vor Katies Abreise damit verbracht haben, die verbliebenen Tage so gut wie irgendwie möglich auszunutzen.
Und zurück aus North Dakota habe ich ihr dann ununterbrochen bei Reisevorbereitungen geholfen oder wir haben unsere Zeit mit Freunden verbracht, wovon viele vom College zurück waren. Ob Kino oder Schlittschuh-fahren, Papierflieger-basteln oder nur ein sinniger Spieleabend, mit diesen Leuten macht irgenwie alles Spaß. Mittlerweile wurde mir auch Poker angeeignet und ich habe die Amis schon ein paar mal ganz schön abgezogen ;)
Jetzt ist sie erst mal weg und naja das Foto hier unten ist von unserem Abschiedsessen mit uns...
Naja nun scheint alles deswegen viel weniger "aufregend" hier im abnormal spannenden South Dakota. Erstes result daraus ist schon zum Vorschein gekommen: Ich habe nämlich angefangen die Serie "GIRLS" zu schauen, die übrigens gerade mit einem Golden Globe prämiert wurde und einfach ungesund lustig ist. Sonst verbringe ich meine Zeit aber trotzdem noch vor allem mit meinen Freunden, mit denen ich natürlich extrem aufregende Dinge erlebe, wie... ohhhh..... Schlitten-Fahren. Awesome :) Naja nicht nur, aber die Tätigkeiten begrenzen sich natürlich leider ein wenig.
Hausaufgaben gibt es natürlich auch noch, aber da meine Psychology und World History classes nur Semesterklassen waren reduzieren sich diese nun doch auf ein weit entspannteres Niveau. Als Ersatz habe ich im zweiten Semester jetzt Stagecraft (Bühenbild), wobei ich lerne wie man Kreissägen und all den Rest benutzt, Entrepreneurship (Unternehmenswissenschaften) und naja noch eine Gewichthebeklasse gewählt. Folglich besteht meine momentane mentale Anstrengung eher aus der Erkenntis, dass ich wirklich ein Loser bin, wenn es meine biceps betrifft ;D
Nächste Woche startet mein Leadership-programme, für das ich angenommen wurde und naja dann mache ich noch voraussichtlich meinen Führerschein nächsten Monat.
Das wäre erst mal alles und ich hoffe einfach nur, dass die zweite Hälfte meines Jahres nicht allzu kurz wird und dass ich noch viele weitere interessante Leute kennen lerne.
In Vermissung, Jule
Als letztes habe ich noch ein Zitat aus der Serie, die oben schon genannt wurde. Dieses Zitat zeigt einfach so unglaublich genau, was ich hier leider viel zu oft erlebe.
"People are so prejudiced against bi-sexuals though. It's the only group you can still make fun of, bi-sexuals and Germans." - GIRLS

